Samstag, 25. Juli 2009

Xoraya

Xoraya vom Engelstein, oder kurz und knapp: Mamas Liebling.
Langhaar-Chihuahua, schoko merle.
Geboren im Dezember 2007.

Ja ich steh dazu, dieser Hund ist mein Liebling!! Mein Seelenhund , der mein Innerstes immer wieder kitzelt und der mit jedem Blick zu mir, ein Kribbeln auslöst.
Xoraya ist mein!!! Hund. Der Hund worauf sich seit 1996 gewartet habe.
Im Mai 1996 ist meine Hündin, Bieni gestorben. Sie war mein erster Hund, und mein bedeutet auch mein. Sie war für mich da, nur für mich. Sie hat ihr Hundeleben, meinen Kinder/Teenagerleben verschrieen. Bis zum Ende war sie mein Hund.
Und dieser Verlust schmerzt noch heute und hat viele Jahre sehr stark angehalten.
Dusty hat es geschafft es etwas zu heilen. Leider war es nur etwas, da mein Erwartungen an ihn einfach zu hoch waren. Er konnte sie einfach nicht erfüllen.
An Xoraya hatte ich keine , ich hatte nicht mehr gehofft oder gewünscht.

Xoraya kam im September 2008 zu uns, da war sie ca. 8 Monate alt. Leider kein Welpe mehr, oder auch gut, je nachdem wie man das sehen will. Wenn man zu einem Aussie, ein Kleinsthund packen will muss, man einiges beachten. Daher gut, das sie schon größer und auch robuster war.
Und sie hatte das Glück schon einen Aussie gewöhnt gewesen zu sein. Denn die Züchterin hatte schon eine Aussiedame. Xoraya war daher einiges gewöhnt, trotzdem hat sie Dusty am Anfang sehr verschreckt und geängstigt. Er war viel größer und dazu noch schwarz und überhaupt!!
Heute ist alles vergessen.
Xoraya ist wie Dusty, auch eine Bauchentscheidung. Es war eigentlich nur einmal hinfahren und schauen .Naja und dann kam sie, unter den Arm gepackt. Sie wurde einfach rausgesetzt und stand da!! Einfach nur da und ich sass da, einfach nur da!!!!
Ich wusste nicht lachen oder heulen. Es war genau das was ich immer wollte, immer gesucht hatte. Nein, keinen Chihuahua!! Ich wollte keinen kläffende Fusshupe, kein It-Girl Tierchen, keine Schosstöle. Nein ich wollte einen Hund, einen echten Hund. Ein Arbeitstier, eine Hütehund eben.
Naja nun habe ich einen kleinen "Hüte"-Begleithund.
Für mich ist sie ein richtiger Hund, der Beine hat, zum laufen, zum Springen , zum Spielen, zum Buddeln, zum Agi laufen, zum Tricks lernen, zum Hüten, zum Begleiten und viele es mehr.
Eben alles wie ein größerer Hund auch.
Leider hat sie den Niedlichkeitsfaktor, der sehr ausgeprägt ist. Denn sie einzusetzen weiss und es tut so oft es ihr möglich ist.
Sie lernt sehr schnell, steht dem Australian Shepherd in nichts nach, nein auch nicht in der Ausdauer. Und das ist schon echter Wahsinn, was so ein kleiner Hund leisten kann und vorallem auch will.
Sie hat auch einen ausgeprägten Schutztrieb, ja wer Dusty's Geschichte verfolgt hat, vermutet richtig. Ich bin wiedermal nicht unschuldig dran, wobei ich diesmal anders dran gegangen bin.
Ich habe versucht einige Dinge zu vermeiden und nicht mit Liebe zu erschlagen.
Allerdings muss ich sehr intensiv an mir arbeiten, damit meine Liebe nicht überkocht.
Xoraya ein paar Tage alt.

Xoraya ein paar Wochen alt.


Xorayas Papa, er lebt noch *ggg*


Xorayas Mama, auch sie lebt noch, gesund und munter *ggg*
Ich hatte auch mit Xoraya Zuchtgedanken ,aber ich bin hier auch wieder ab gekommen. Sie hat eine probelmatische Farbe. Obwohl von der Züchtern damit sehr veranwortungsvoll umgegangen wird ( viele Untersuchungen und Einhaltungen von zuchtgenetischen Aspekten) ist es immer sehr heikel mit der Farbgebung zu züchten. Es ist sehr umstritten und schwierig. Man muss viel beachten und es ist sehr kostenspielig. Zudem ist Xoraya vom Gewicht und Grösse nicht unbedingt das was zuchttechnisch als Standard angesehen wird. Daher bin ich mir ihr auch auf keine Ausstellung gegangen. Ich weiss nicht wirklich wie das Ergebnis ausgefallen wäre, vielleicht nicht so schlecht wie wie ich denke. Aber mir fehlt dafür der Mut *lach*
Somit werde ich mit Xoraya nicht in die Zucht einsteigen. Mein Wunsch ist es trotzdem evt./vielleicht einmal einen Wurf Welpen mit ihr zu erleben. Aber eben nicht unter dem Zuchteraspekt sondern einfach aus Liebhabersicht. Aber das ist im Moment nur ein Wunsch, ob ich ihn umsetze, weiss ich noch nicht.
Im Moment bilde ich sie noch aus in Dog Dance, in Unterordung, im Agi-Fun, alles was so kommt und Spass macht.
** Nichts geschieht, ohne dass ein Traum vorausgeht.**

Dusty

"Dusty" oder mit hoch offiziellem Namen:
Nobilitys Space Jam.
Er ist ein Australian Sheperd. Ein echter mit NBT. D.h Stummelrute oder kurz und knapp: Er hat keinen Schwanz. Nein wurde nicht abgeschnitten, sondern einfach so geboren.
Australian Sheperds haben unter Umständen eben keinen Schwanz. In den USA sogar ein absolutes Muss, ein lange Rute wird dort eben kupiert. In Deutschland natürlich und Gott sei Dank verboten!!!!
Dusty wurde 2004 im August geboren. Er war einer von 11 Welpen!! Ein riesiger Wurf.
Der armer Kerl blieb irgendwann einfach übrig. Ob ihn keiner wirklich wollte oder ob es einfach nur unglücklich gelaufen war, kann ich leider nicht wirklich sagen.
So kam er im Januar 2005 zu uns. Sehr spontan, nicht geplant. Wir wollen ansich einen anderen Welpen bei der Züchterin kaufen.
Aber Dusty wollte uns!!! Und somit ist er dann eben mit gekommen. Ja einfach so, aus dem Bauch raus, ohne Überlegung, ohne eine Nacht überschlafen. Eine implusive Jetzt oder Nie Sache. Eine lange Planung wäre für mich nichts gewesen.
Mein Wunsch nach einem 2. Hund hätte sich dann niemals erfüllt. Denn Familie und Freunde hätte es mir damals versucht auszureden.
Aber genau das war der springende Punkt, ich wollte mir nicht reinreden lassen und somit wurde es eben eine Bauchentscheiung.
Hier ist erst ein paar Tage/Wochen bei uns. Ein hübscher Welpe war er nicht wirklich, sein Kopf war etwas aus der Form "geraten" und es dauerte einige Monate bis dem "Standard" entsprach.

Er war ein sehr gelehriger Welpe, im Klartext er lernte wirklich verdammt schnell, war immer bester in der Hundeschule. Leider lernte schnell andere Dinge, seiner Art und Charakter entsprechend. Dusty hat einen sehr ausgepägten Schutztrieb und Jagdtrieb. Das eine schliesst das andere leider nicht aus. Das Hauptproblem bei der ganzen Sache ist das er seinen Schutztrieb sehr auf meine Person fixiert hat. Auf der einen Seite eine schöne Sache, aber auf der anderen Seite verdammt belastend. Viele Dinge sind zwischen ihm und mir schief gelaufen, so das er mich nicht als das aktzeptieren kann was ich eigentlich bin oder sein sollte. Sein Führer!! Nein für ihn bin ich kein Führer und so traurig das alles ist,- ja es stimmt.
Ich kann Dusty nicht führen, ihm keine hündische Sicherheit geben.
Ich habe sehr viel versucht das wieder gut zu machen, aber alle meine Erfahrungen , meine Weiterbildungen , meine Hundeschulbesuche, Trainings usw.. haben nichts genutzt.
Wir sind kein wirkliches Team. Wir lieben uns dafür viel zu sehr. Ja, und so bitter das ist, zuviel Liebe kann erschlagen, kann Dinge in eine ganz andere Richtung lenken. Ein Hund braucht Liebe, keine Frage. Aber ein braucht auch Sicherheiten, Schutz um seinen "Rudel"führer anzuerkennen und sich auf ihn einzulassen. Um das sich daraus dann ein gut funktionierendes Team entwickeln kann.
Das hat leider bei mir und Dusty nicht funktioniert. Sein Führer ist nun mein Mann, der eigentlich keinen eignen Hund wollte. Nun hat er einen, nämlich meinen Wunschhund. Meinen Traumhund wo ich lange drauf gewartet habe und wofür ich sehr viel aufgeben musste. Letzteres ist immer noch ein wunder Punkt und wird mich sicher noch viele Jahre begleiten.
Aber das kennen sicher auch viele, für Träume muss man eben auch Dinge aufgeben können, auch wenn es sehr schmerzliche Dinge sind.
Dusty und ein Bruder von ihm Dusty ist der linke.

Hier ist Dusty ein paar Tage alt, die Augen sind noch geschlossen.
Dustys Papa. Leider schon gestorben. Mit 8 Jahren an Leberkrebs.


Dustys Mama mit dem Wurf. Was aus ihr geworden ist, weiss ich leider nicht. Ob sie noch lebt? Ob sie als Wurfmaschine weiter benutzt wird?
Viele Fragen, auf die ich keinen Antwort habe.
Ich habe kein gutes Verhältnis zur Züchterin und habe daher auch auf Ausstellungen und Zuchtgedanken mit Dusty verzichtet.
Ja es ist eine gute Zucht, aus rein proffessioneller und züchterischer Sicht.
Sie hat hohe Erfolge zu verbuchen und die Hunde sich zuchttechnisch mit an der oberen Spitze vertreten. Sicher etwas worauf man stolz sein kann, es geschafft zu haben.
Da ich aber ein Mensch bin, der den Hund als Freund, als Familienmitglied, als Seelenstreichler sieht, gilt für mich eben viel, viel mehr als das was für eine "gute" Zucht notwendig ist.
Daher habe ich mich von diesem Kontakt verabschiedet.
Und auch von dem Gedanken Zucht, Ausstellungen usw..
So damit es jetzt aber nicht so traurig und "negativ" klingt. Ich liebe diesen nervösen und durchgeknallten Kerl!!
Ich liebe seinen Lernwillen, sein Feuer, seine Leidenschaft, seine clownig Art, sein Kampfschmusen, seinen Beschützerinstinkt, ich liebe ihn eben wie er ist!!
Ich arbeite sehr gerne mit ihm , probiere gerne neues aus.
Ja das geht trotzdem auch wenn man kein "Team" ist.
Denn Papa ist für die Gassi.-Geh- Sicherheit, für die Wehwehchen ( gebrochener Fuss, eingeschnittener Ballen usw.). Mama ist fürs Spielen, für Trainieren, Bauschmerzen wegmassieren, fürs Schmusen, für im Bettschlafen, für Füsse massieren, für Quatsch machen...
Man muss lernen sich nur zu organisieren und Dinge eben anzunehmen wie sie sind. Vieles kann man ändern, aber einiges eben nicht. Man kann es erzwingen , aber welchen Preis muss man dafür zahlen? Ich bin dazu nicht bereit und leben dafür mit dem Mängeln, auch wenn es nicht immer einfach ist und mich manches Mal sehr einschränkt.
Aber ich gehe diesen Weg bewusst, aber nicht verbissen *lach*
**Nenne dich nicht arm, weil deine Träume nicht in Erfüllung gegangen sind; wirklich arm ist nur, der nie geträumt hat.**